Alexander Parkes, der im Jahre 1813 in Birmingham geboren
ist, wuchs in einer Umgebung auf, in der die Ideologie der
Erfindung sicherlich besonders kultiviert wurde. Er hatte
weder in Chemie noch in Physik eine spezifische Ausbildung -
ein in dieser Zeit relativ normaler Umstand
Parkes beschäftigte sich zunächst mit der
Verarbeitung von Naturgummi. Durch die Entdeckung der
Vulkanisierung und der ersten Fertigungsmaschinen wurden auf
diesem Gebiet damals große Fortschritte gemacht. Sein
Interesse für andere Substanzen, die bei der Industrie
für ganz bestimmte Anwendungsgebiete immer mehr gefragt
waren und die ähnliche Resultate wie das Gummi liefern
konnten, wurde erweckt.
Parkes befasste sich nun mit dem von C.F. Schoenbein im
Jahre 1845, in Basel erhaltenen Zellulosenitrat und fand ein
neues Material,
das "in festem, verformbaren und in flüssigem
Zustand verwendet werden konnte und das mal hart wie
Elfenbein, mal lichtundurchlässig, mal flexibel, mal
wasserundurchlässig oder verfärbbar war und das
genau wie Metall mit dem Werkzeug bearbeitet, formgestanzt
oder gewalzt werden konnte." Mit diesen Worten beschrieb der
Erfinder im Jahre 1862 auf einem Reklameblatt das Parkesine,
d.h. eine Art von Zelluloid, die im Jahre 1861 patentiert
worden ist. Dies geschah auf einer internationalen Messe in
London, auf der die ersten Muster dieser Materie ausgestellt
wurden, die zweifelsohne als der erste und ursprüngliche
Kunststoff gelten kann, der dann Stammhalter einer
großen Familie von Polymern wurde, zu der sich heute
einige hundert Komponenten zählen können.
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